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Herzlich Willkommen im Neuen Jahr, mario walz, liebe Freunde, Mitgestalter und Mitleser!

Meine als Sabbatical getarnte Auszeit ist zu Ende, ich bin wieder zurück und wünsche Ihnen und Euch viel Glück und gutes Gelingen, vor allem viel Freude beim Entdecken all der Möglichkeiten, die das Leben an jedem neuen Tag in diesem Jahr für jede und jeden bereithält.





Für mich war das vergangene Jahr ohne Vorträge und Verpflichtungen eine sehr gute Erfahrung. Es hat mir gezeigt, wie viel es tagtäglich zu entdecken gibt und was alles möglich wird, wenn ich mir dafür einfach Zeit nehme. Ich habe wieder intensiv mit den Studierenden an der Uni gearbeitet und dabei bemerkt, wie viel Freude mir das macht. Ich war viel draußen in der Natur und konnte dort spüren, wie mein altes Biologenherz wiedererwacht ist. Und ich hatte endlich wieder genügend Zeit für meine Lieblingsbeschäftigung: Nachdenken.

Vielleicht geht es nicht allen Menschen so, aber mich begeistert es immer wieder, wenn es mir gelingt, einem Problem so lange nachzugehen, bis ich herausgefunden habe, woran es liegt, dass es zu einem Problem werden könnte. Meist erfahre ich so etwas über mich selbst, oft ist es aber auch etwas, was nicht nur mich, sondern uns alle betrifft. Zum Beispiel die Frage, weshalb wir zu Hause, in Kindergärten und Schulen, in Universitäten und an der Arbeit auf eine Art und Weise zusammenleben, die uns nur selten glücklich, ja manche sogar krank macht, die einfach nicht so ist, wie sie sein müsste, damit wir die in uns angelegten Potentiale wirklich entfalten können. Es war nicht so leicht, aber ich habe eine Antwort, am Ende sogar eine sehr einfache Antwort auf diese Frage gefunden. Und weil ich ein Wissenschaftler bin, der die Erkenntnisse, zu denen er gelangt ist, gern mit anderen teilt, habe ich dieses Thema in einem Buchmanuskript so darzustellen versucht, dass es auch möglichst viele verstehen und Lust bekommen, selbst weiter darüber nachzudenken.

Das Buch heißt "Etwas mehr Hirn, bitte." Es ist eine Einladung zur Wiederentdeckung der Lust am eigenen Denken und der Freude am gemeinsamen Gestalten und erscheint Anfang März. Was mich besonders froh macht: In diesem Buch ist es mir nicht nur gelungen, so ziemlich alles, was mich bisher bewegt hat zu einem ganzheitlichen Konzept zusammenzuführen. Es bietet auch einen recht einfachen und praktisch leicht umsetzbaren Ansatz, um unser Zusammenleben künftig etwas weniger aufreibend und anstrengend und dafür mit etwas mehr Freude und Leichtigkeit zu gestalten.
Bei der Arbeit an diesem Buch ist für mich dann auch sehr deutlich geworden, wie sehr all das miteinander verwoben ist, was mich in den letzten Jahren beschäftigt hat: der Förderwahn in der Früherziehung, die ungünstigen Lernerfahrungen in Schulen, ADHS und Computersucht, Gesundheit und Krankheit, Potentialentfaltung und Führungskompetenz, Mitarbeiterzufriedenheit und Betriebsklima.
Alles hat eine gemeinsame Ursache, nämlich die Art und Weise unseres Umganges miteinander, unsere gegenwärtig vorherrschende Beziehungskultur. Statt einander als Subjekte zu begegnen, machen wir uns gegenseitig zu Objekten unserer Erwartungen, Interessen, Bewertungen oder gar Maßnahmen. Das kann auf Dauer nicht gut gehen. So kann niemand die in ihm angelegten Potentiale entfalten.

Deshalb habe ich mich entschlossen, eine Akademie zu gründen, die als gemeinnützige Genossenschaft organisiert ist. Ziel der Aktivitäten dieser Akademie ist die Unterstützung von Gemeinschaften beim Aufbau einer Beziehungskultur, die eine optimale Entfaltung der Potentiale ihrer Mitglieder ermöglicht. Ich bin sehr gespannt, ob das funktioniert. Bis zum Frühjahr soll die Homepage freigeschaltet werden. Dann gibt es dazu noch einen separaten Newsletter. Dieses Akademieprojekt steht künftig im Mittelpunkt meiner Aktivitäten. Ich werde deshalb nicht mehr so viele Vorträge und Workshops übernehmen und mich auch aus den meisten anderen Verpflichtungen herausziehen. Eine Übersicht über die bisher für das kommende Jahr geplanten Vorträge und Veranstaltungen stelle ich bis Ende Januar auf meine Homepage.

Bedanken möchte ich mich aber jetzt schon bei allen, die mir im vergangenen Jahr zur Seite gestanden, mich mit ihren Rückmeldungen ermutigt und auf ihre Weise und mit ihren Aktivitäten dazu beigetragen haben, dem noch immer weit verbreiteten Unsinn in unserer Welt etwas Sinnhaftes entgegenzustellen.

Mit einem herzlichen Gruß und den besten Wünschen,

Gerald Hüther




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